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Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement


Vorab in Kürze

Ab dem 1. August 2014 kann der neue Beruf „Kaufmann/-frau für Büromanagement“ ausgebildet werden. Er ist eine perfekte Einstiegsmöglichkeit für alle, die ihre berufliche Karriere mit einer breit und solide angelegten kaufmännischen Basis starten möchten - sei es in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst.

Die drei bisherigen Berufe „Bürokaufmann/-frau“, „Kaufmann/-frau für Bürokommunikation“ und „Fachangestellte/-r für Bürokommunikation“ werden zum neuen Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau für Büromanagement“ zusammengeführt. Der neue, dreijährige Ausbildungsberuf wird insgesamt 10 Wahlqualifikationen enthalten, mit denen die Betriebe entsprechend ihres Leistungsprofils flexibel ausbilden können. Eine Wahlqualifikation kann unter bestimmten Voraussetzungen als Zusatzqualifikation geprüft werden. Die Zwischenprüfung wird künftig durch eine gestreckte Abschlussprüfung abgelöst.


Aktuelles - Allgemeines zur Ausbildung - Eingangsvoraussetzungen - Dauer - Ziele - Abschlussprüfung - Erworbene Berechtigungen - Stundentafel/Lerninhalte - Ansprechpartner - Links/Termine - Flyer


Wahlqualifikationen

Die Breite der ausbildenden Betriebe und die Unterschiede in den Arbeits- und Ausbildungssituationen sollen durch 10 Wahlqualifikationen abgedeckt werden und die Betriebe flexibler ausbilden lassen. Sie ermöglichen es allen bisher ausbildenden Unternehmen auch weiterhin, ihre Unternehmensbereiche abzubilden und so Ausbildungsbetrieb zu bleiben. Bei Vertragsabschluss müssen zwei Wahlqualifikationen (jeweils 5 Monate) im Ausbildungsvertrag festgelegt werden.

Zwei der fünfmonatigen Wahlqualifikationen sind zu wählen:

  1. Auftragssteuerung und -koordination
  2. Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  3. Kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen
  4. Einkauf und Logistik
  5. Personalwirtschaft
  6. Marketing und Vertrieb
  7. Assistenz und Sekretariat
  8. Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement
  9. Verwaltung und Recht
  10. Öffentliche Finanzwirtschaft


Allgemeines zur Ausbildung

Es handelt sich hierbei um eine Ausbildung im Dualen System. Die Ausbildungspartner sind der Ausbildungsbetrieb und die Conerus-Schule. Kaufleute für Büromanagement organisieren und koordinieren bürowirtschaftliche sowie projekt- und auftragsbezogene Abläufe. Sie übernehmen Sekretariats- und Assistenzaufgaben, koordinieren Termine, bereiten Besprechungen vor und bearbeiten den Schriftverkehr. Dabei kooperieren und kommunizieren sie mit internen und externen Partnern, auch in einer fremden Sprache. Sie sind Profis in der Informationsverarbeitung, recherchieren Daten und Informationen und bereiten diese für Präsentationen auf. Sie bearbeiten Beschaffungsvorgänge, unterstützen bei personalbezogenen Aufgaben und wenden Buchungssysteme sowie Instrumente des Rechnungswesens an. Sie beachten dabei rechtliche Vorgaben, achten auf Datenschutz und Datensicherheit und führen qualitätssichernde Maßnahmen durch. Kaufleute für Büromanagement sind in Unternehmen, Betrieben und Institutionen unterschiedlicher Größe in der privaten Wirtschaft und im öffentlichen Dienst tätig. Sie unterstützen betriebliche Prozesse und bearbeiten daraus entstehende Fachaufgaben.


Eingangsvoraussetzungen:

Voraussetzung für die Teilnahme am Berufsschulunterricht ist der Abschluss eines Ausbildungsvertrages mit einem Ausbildungsbetrieb. Ein spezieller schulischer Abschluss ist nicht notwendig.


Dauer:

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Sie kann auf 2 bzw. 2 ½ Jahre aufgrund der Vorbildung bzw. guter Leistungen verkürzt werden.


Ziele und Inhalte

Der Rahmenlehrplan für den Berufsschulunterricht sieht eine Gliederung nach Lernfeldern sowie Zeitrichtwerten vor. Damit wird der handlungsorientierte Ansatz bei der Vermittlung schulischer Inhalte unterstrichen.

Die Lernfelder orientieren sich an betrieblichen Handlungsfeldern. Die Kompetenzen beschreiben den Qualitätsstand am Ende des Lernprozesses und stellen den Mindestumfang dar. Sie sollen spiralcurricular aufeinander aufbauen und intendieren die Möglichkeit einer ganzheitlichen Umsetzung mit einer Orientierung an Geschäftsprozessen. Durch die eigenverantwortliche Bearbeitung von praxis- und berufsbezogenen Lernsituationen sollen Schülerinnen und Schüler nicht nur Fachkompetenz erwerben, sondern mit Hilfe der erreichten Sozial-, Methoden- und Selbstkompetenz auch Lern- und Arbeitsstrategien gezielt anwenden.

Die Lernfelder beinhalten folgende Themenbereiche:

  • Die eigene Rolle im Betrieb mitgestalten und den Betrieb präsentieren
  • Büroprozesse gestalten und Arbeitsvorgänge organisieren
  • Aufträge bearbeiten
  • Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen
  • Kunden akquirieren und binden
  • Wertströme erfassen und beurteilen
  • Gesprächssituationen gestalten
  • Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen
  • Liquidität sichern und Finanzierung vorbereiten
  • Wertschöpfungsprozesse erfolgsorientiert steuern
  • Geschäftsprozesse darstellen und optimieren
  • Veranstaltungen und Geschäftsreisen organisieren
  • Ein Projekt planen und durchführen


Abschlussprüfung:

Die gestreckte Abschlussprüfung besteht aus Teil 1 und Teil 2. Beide Teile bilden als Abschlussprüfung eine Einheit - auch wenn die Prüfungsleistungen an unterschiedlichen Terminen erbracht werden. Teil 1 findet bereits zur Mitte der Ausbildung statt - eine Zwischenprüfung entfällt dadurch.

Teil 1:

Informationstechnisches Büromanagement

  • nach 18 Monaten auf der Basis der ersten 15 Monate
  • Gewichtung 25 %
  • Prüfungszeit 120 Minuten

Der Prüfling soll berufstypische Aufgaben computergestützt bearbeiten und nachweisen, dass er im Rahmen eines ganzheitlichen Arbeitsauftrages Büro- und Beschaffungsprozesse organisieren und kundenorientiert bearbeiten kann. Dabei soll er zeigen, dass er unter Anwendung von Textverarbeitung sowie Tabellenkalkulation recherchieren, dokumentieren und kalkulieren kann.

Teil 2:

Wirtschafts- und Sozialkunde:

  • Prüfungszeit 60 Minuten schriftlich
  • fallbezogene Aufgaben zu allgemeinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge der Berufs- Arbeitswelt

Kundenbeziehungsprozesse:

  • Prüfungszeit 150 Minuten schriftlich
  • komplexe und berufstypische Arbeitsaufträge zur handlungsorientierten Bearbeitung

Fachaufgabe in der Wahlqualifikation:

  • Fallbezogenes Fachgespräch, Prüfungszeit 20 Minuten
  • Der Prüfling soll nachweisen, dass er
    • berufstypische Aufgabenstellungen erfassen,
    • Probleme und Vorgehensweisen erörtern sowie
    • Lösungswege entwickeln, begründen und reflektieren,
    • kunden- und serviceorientiert handeln,
    • betriebspraktische Aufgaben unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, ökologischer und rechtlicher Zusammenhänge planen, durchführen und auswerten sowie
    • Kommunikations- und Kooperationsbedingungen berücksichtigen kann.

Als Zugangsweg zum Fallbezogenen Fachgespräch kann mit Anmeldung zu Teil 2 der Abschlussprüfung aus zwei Alternativen gewählt werden:

„Report-Variante“ „Klassische Variante“
Grundlage für das Fachgespräch ist ein max. dreiseitiger Report pro Wahlqualifikation, die der Prüfling über durchgeführte betriebliche Fachaufgaben anfertigt. Die beiden Reporte müssen spätestens am Tag der schriftlichen Prüfung abgegeben werden. Die Auswahl der Aufgabe (und damit der Wahlqualifikation, die dem Fachgespräch zu Grunde gelegt wird) erfolgt durch den Prüfungsausschuss. Grundlage für das Fachgespräch ist eine von zwei vom Prüfungsausschuss zur Auswahl gestellten praxisbezogenen Aufgaben. Der Prüfling erhält eine Vorbereitungszeit von 20 Minuten. Der Prüfungsausschuss entscheidet am Tag der Prüfung, zu welcher der beiden Wahlqualifikation er dem Prüfling Aufgaben zur Auswahl stellt.

Gewichtungs- und Bestehensregelung:
Teil 1:
Informationstechnisches Büromanagement 25 Prozent
Teil 2:
Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent
Kundenbeziehungsprozesse 30 Prozent
Fachaufgabe in der Wahlqualifikation 35 Prozent
100%

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen

  • im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  • im Ergebnis von Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens „ausreichend“,
  • in mindestens zwei Prüfungsbereichen von Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens „ausreichend“ und
  • in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit „ungenügend“
bewertet worden sind

Zusatzqualifikation:

Eine im Rahmen der Berufsausbildung nicht gewählte (=dritte) Wahlqualifikation kann von leistungsstarken Auszubildenden als Zusatzqualifikation belegt werden. Die Zusatzqualifikation wird im Rahmen der Abschlussprüfung gesondert geprüft, wenn bei der Anmeldung zur schriftlichen Prüfung mitgeteilt wird, dass diese Prüfung erfolgen soll und glaubhaft gemacht wird, das die dafür erforderlichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt worden sind. Dafür wird empfohlen, rechtzeitig einen entsprechenden angepassten Ausbildungsplan bei der zuständigen Stelle einzureichen. Das Prüfungsverfahren ist wie bei der „Fachaufgabe in der Wahlqualifikation“ entsprechend auszuwählen. Die Prüfung der Zusatzqualifikation ist bestanden, wenn der Prüfling mindestens ausreichende Leistungen erbracht hat.

Zuständig für die Durchführung der Prüfungen ist entweder die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) in Emden oder die Handwerkskammer für Ostfriesland (HWK) in Aurich. Die Aufgabenstelle für kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen (AkA) ist verantwortlich für die Vorbereitung und Erstellung qualitativ hochwertiger Prüfungen, die objektiv und valide die in den Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen vorgeschriebenen Lernziele abprüfen.


Erworbene Berechtigungen:

Nach bestandener Abschlussprüfung ergeben sich eine Reihe von Weiterbildungsmöglichkeiten, wie z. B. der Besuch der Klasse 12 der Fachoberschule Wirtschaft (Fachhochschulreife). Qualifizierungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten nach Abschluss der Berufsausbildung (z. B. Fachwirte oder Fachkaufleute) bestehen durch die Teilnahme an Lehrgängen, Kursen oder Seminaren der IHK oder HWK.


Berufsschulunterricht des jeweiligen Ausbildungsjahres:

1. Ausbildungsjahr (Grundstufe)

  • 2 Berufsschultage
  • Unterrichtstage: Dienstag und Freitag
  • Unterrichtszeit: 07:50 - 14:45 Uhr
2. Ausbildungsjahr (Fachstufe 1)

  • 1 Berufsschultag
  • Unterrichtstag: Donnerstag
  • Unterrichtszeit: 07:50 - 14:45 Uhr
3. Ausbildungsjahr (Fachstufe 2)

  • 1 Berufsschultag
  • Unterrichtstag: Mittwoch
  • Unterrichtszeit: 07:50 - 14:45 Uhr


Weitere Informationen:

Sofern noch nicht erreicht, erwirbt man mit erfolgreichem Berufsschulabschluss und einer erfolgreichen Berufsausbildung den Sekundarabschluss I - Realschulabschluss.

Den Erweiterten Sekundarabschluss I hat man erworben, wenn a) im Abschlusszeugnis einen Gesamtnotendurchschnitt von 3,0 oder besser erreicht und b) im Fach Deutsch, in einer Fremdsprache und in einem berufsspezifischen Fach jeweils mindestens befriedigende Leistungen erbracht wurden.


Ansprechpartner:

Stefan Malbrich, Tel. 04931 9337-0


Links & Termine:

Prüfungstermine und weitere Infos sind unter folgender Internetadresse zu finden:

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Stand: 20. September 2016